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Fossilien - Pflanzen
Im Leipziger Raum lassen sich zwischen Tierresten auch Pflanzenreste nachweisen. Diese Pflanzenreste wurden fast alle vom Festland ins Meer gespült. Einige Holzreste weisen Abrundungen auf, welche durch den Transport, bzw. durch die Bearbeitung des Meeressandes durch Wasserbewegungen (vor allem in küstennahen Bereichen) hervorgerufen wurden. Etwa 20 bis 30cm über dem Phosphoritknollenhorizont sind viele verkohlte Holzreste zu finden. Diese Holzreste sind meist abgerollt und abgewaschen. Zwischen den abgerollten Resten lassen sich Zapfen und Früchte entdecken. Meistens entdeckt man diese erst beim anstechen mit dem Messer oder mit dem Spaten. Durch die Verkohlung dieser Früchte und Zapfen ist eine schnelle Präparation dieser nötig. Die noch feuchten Früchte und Zapfen sollten mit einer Zahnbuerste trocken (ohne Wasser) gereinigt werden, anschliessend in ein Glas mit einem Gemisch aus Uhu und Aceton (1 zu 2) legen, nach 2 min herausnehem und trocknen lassen. Durch den Kleber erhalten die Fruechte und Zapfen eine hohe Festigkeit.

Im Phosphoritknollenhorizont sind die Früchte und Zapfen meist phosphoritisiert, können aber auch im verkohlten Zustand gefunden werden. Palmenreste befinden sich meist unterhalb des Knollenbandes, verursacht durch ihre Größe und ihrem Gewicht. Die Palmenreste können eine Länge bis 2m erreichen. Der Durchmesser einer Palmenknolle kann bis zu knapp 45cm erreichen. Um so fester die Plamenknolle ist, um so besser lassen sich Scheiben schneiden, die poliert ein echter 'Hingucker' sind.

Im südlichen Teil des Tagebaues Espenhain kann man auch versandete Knollen finden. Dies sind auch Phosphoritknollen, aber mit einem höheren Anteil an Sand. Dadurch erhalten diese eine weichere Struktur und sind leichter aufzuspalten. In diesen versandeten Knollen findet man gelegentlich Blattreste. Diese Blattreste sind selten vollständig und die Knollen springen meist in die falsche Richtung. Die Blattreste besitzen eine feine kohlige Schicht, die beim öffnen der Knolle meist schon verloren geht.

Folgende Arten von Pflanzenresten sind aus dem Phosphoritknollenhorizont bekannt:
(wird fortgesetzt)

- Palmoxylon
- Pinus thomasiana
- Athrotaxis couttsiae
- Carya lacrymabunda
- Prunus scharfii
- Nyssa boveiana
- Daphnogene sp.
Zapfen Fossil aus Espenhain
Zapfen (Pinus sp.), etwa 80mm lang
Frucht Fossil aus Espenhain
unbestimmte Frucht, etwa 40mm lang















Copyright © 2000-2008 by Marco Kannenberg Last update 2008-10-03